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Das Frundsbergfest
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Historischer Schmuck, so schön wie aus längst vergangener Zeit 

 

 

Die Geschmeidemacherin vom Frundsbergfest

 

 

... so nennen mich seit vielen Jahren die Besucher unseres Festes, wenn sie mir  im Handwerkerhof "St. Stephan" bei der Pfarrkirche beim Arbeiten zusehen. Seit 1979 fertige ich nunmehr historischen Schmuck an, und das kam so:

Schon als Kind habe ich mit Vaters Heimwerker-Zange aus altem Eisendraht lustige Kringel gebastelt und mit Plastikperlen verziert. Irgendwann war es Papa dann leid, andauernd seine Zange suchen zu müssen, und er schenkte mir eine richtige Kettelzange. Dies war der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.

Nach der Schulzeit stand fest, dass es für mich nur einen Beruf geben würde: Goldschmiedin! Zum Glück befindet sich in unserer Nähe eine der besten Ausbildungsstätten dafür - die Staatliche Fachschule für Glas und Schmuck in Kaufbeuren/Allgäu.

Hier wird neben einer sehr guten handwerklichen Ausbildung auch großer Wert auf die Entwicklung künstlerischer Fähigkeiten gelegt. Unterrichtsfächer wie Kunstgeschichte, Entwurfs- und Gestaltungslehre, Schriftkunde, Farbenlehre, Gemmologie (Edelsteinkunde), künstlerisches Zeichnen usw. ergänzen die Arbeit in der Lehrwerkstatt ideal. 

Nach einem Grundlehrjahr Goldschmied, einem Praktikum als Schmuckdesignerin und eineinhalb Jahren in der Silberschmiede kam aber dann der Schock: Das Schmieden, Hämmern und Treiben verursachte eine heftige Sehnenscheiden-Entzündung in meinem rechten Handgelenk, und zwar gleich so, dass ich meinen Traumberuf an den Nagel hängen musste...

Doch da war noch etwas: In meiner Heimatstadt Mindelheim im Allgäu wird alle drei Jahre eines der schönsten historischen Feste Deutschlands gefeiert, das Frundsbergfest. (Schauen Sie mal unter www.frundsbergfestring.de nach!) Auch dies eine Sache, die mich schon seit Kindertagen fasziniert hatte, aber zum Mitmachen hat´s halt nie gereicht...

Dann, 1979, als ich wegen des erzwungenen Endes meiner Goldschmied-Laufbahn auf einem Tiefpunkt war, geriet ich an ein herren- bzw. damenloses Samtgewand aus dem Frundsbergfest und konnte mitmachen. Von früheren Festen her wusste ich, dass unsere "mittelalterlichen" Damen zum vornehmen Outfit entweder gar keinen Schmuck trugen, oder Verlegenheitslösungen wie Trachten- oder gar Christbaumschmuck. 

Zufällig geriet mir damals ein uraltes Musterbuch aus dem 19. Jahrhundert in die Hände, wo ich Stickerei-Ornamente aus der Renaissance fand. Ich formte die Schönsten davon aus Silberdraht nach und verband sie mit farbigen Glasperlen zu einem Halsband, das allgemein bewundert wurde und mir gleich ein paar Aufträge einbrachte. 

MEIN HISTORISCHER SCHMUCK WAR GEBOREN!

In den folgenden Jahren betrieb ich intensive kunsthistorische Studien mit entsprechender Fachliteratur und in Museen, in welchen historischer Schmuck aufbewahrt wird (z.B. Grünes Gewölbe Dresden, Louvre Paris, Württembergisches Landesmuseum Stuttgart usw.). Zudem habe ich in einigen Museen unserer Region bei Konzeption und Aufbau diverser Ausstellungen mitgearbeitet. 

Anhand meiner Erfahrungen aus diesen Tätigkeiten habe ich dann meine eigene Arbeitstechnik entwickelt und verfeinert und mir umfassende Kenntnisse über die Stilrichtungen des Schmucks vergangener Jahrhunderte angeeignet. Hinzu kamen Kostümkunde anhand von guter Fachliteratur, Studien über die Gesellschaft vergangener Epochen, Familie, Essen und Trinken, hygienische Verhältnisse und-und-und. 

Anfang 2005 wagte ich dann den Sprung in die Selbständigkeit - und voilà, hier bin ich nun, Ihre

GESCHMEIDEMACHERIN