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Historische Persönlichkeiten 

 

Normalerweise kopiere ich keine Schmuckstücke aus alter Zeit, schon gar nicht eins zu eins. Es ist meistens viel zu schwierig oder unmöglich, hierzu passende Rohteile zu bekommen. Aber keine Regel ohne Ausnahme - speziell für´s Frundsbergfest habe ich mich als Kopist versucht. 

Anna von Lodron

 

war die zweite Gattin unseres Stadtherrn Georg von Frundsberg, dem unser Fest gewidmet ist.  

 

Im Frundsbergfest-Jahr 2006 bekam Anna-Darstellerin Gitti Weber ein neues Gewand geschneidert.

Da von Anna kein Porträt überliefert ist, griff Kulturamtsleiter Christian Schedler auf ein Lucas-Cranach-Gemälde der heiligen Maria Magdalena zurück, dessen Gewand vom Modeatelier Tilly Schmidt, Mindelheim-Mindelau, in allen Details rekonstruiert wurde. 

 

Nun sollte natürlich auch der Schmuck dazu genau übereinstimmen.

Die große Hobelspankette der Heiligen war kein Problem.

Aber das Halsband und der Anhänger sind auf dem Gemälde leider nicht allzu deutlich zu erkennen.

Doch das hatte auch seine Vorteile: Es gab mir mehr oder weniger freie Hand bei der Gestaltung.

 

Und hier ist das Ergebnis:

Auf einen Untergrund aus hellglänzenden Goldelementen habe ich abwechselnd dunkelgoldene Ornamente und kleine, strassbesetzte Goldknöpfe aufgearbeitet.

Der große, dunkle Stein in der Mitte ist ein echter Amethyst, den ich durch farbiges Unterlegen in einen weinroten Granat "verwandelt" habe - passend zum dunkelroten Samt des Gewandes.

Der Wulstrand oben und unten besteht aus einer sog. Schlangenkette, die auch in den Verschluss hinten mit integriert ist.

Der Anhänger ist etwas ganz Besonderes: Ich habe ihn gestaltet als kleines Reliquiar der heiligen Anna, Namenspatronin der Anna von Lodron. Unter einen (Glas-)Bergkristall habe ich eine dunkelrote, sehr alte Stofffaser eingearbeitet und mit dem Namenshinweis "Sancta Anna" in Frakturschrift versehen.

Außerdem kann der Anhänger ausgehakt werden, so dass man ihn durch einen anderen ersetzen oder das Halsband ganz "ohne" tragen kann. Hier sehen Sie zwei der Anhänger und zwei Ringe, die sich die Anna-Darstellerin Gitti Weber noch dazu gewünscht hatte.

 

 

Das fertige Kleid am "lebenden Modell". Es wurde hergestellt -- ach was, kreiert! -- vom Modeatelier Tilly Schmidt, und zwar von der Chefin persönlich. 

Es ist die historisch getreue Umsetzung, die Fülle an Details und die hohe handwerkliche Präzision, die dieses Kleid zu etwas ganz Besonderem machen. 

Ein wahres Meisterwerk der Schneiderkunst, das Gitti Weber mit Charme und Eleganz zu tragen versteht. 

 

Die Nahaufnahme zeigt, wie gut sich Schmuck und Gewand ergänzen. Beachten Sie das (von Hand!) ausgestickte Muster des Miederriegels, die perlenbestickte Haube unter dem Barett und-und-und...  

 


 

Patriarch Ludwig von Teck, Bischof von Aquileia

 

Er wurde zum Frundsbergfest 2012 mit kostbaren Gewändern, die seinem Rang entsprechen, neu eingekleidet. Ich durfte die Randbesätze und die beiden runden Zierstücke der Mitra beisteuern.

Leider besitze ich noch keine Nahaufnahme der Mitra.  


 

 

 

Außerden habe ich die Bischofsstab-Krümme, die ich schon etliche Feste zuvor dekoriert hatte, neu gestaltet. 

Ursprünglich war sie einfach nur aus Holz ausgesägt. Ich habe sie nun plastisch zugefeilt und geschliffen und danach mit Goldbronze neu lackiert. 

Dann habe ich sie mit goldfarbenen Kunststoffperlen, Perlkopien, lachsrosa Glasperlen, sowie dunkel-olivfarbenen Glasovalen besetzt.

Den Hauptast habe ich, dem Lauf der Spirale folgend, mit hochglänzenden Pailletten beklebt.

Am unteren Ende der Spirale habe ich je Seite einen großen, amethystfarbenen Glasstein aufgesetzt.

Damit ist der Patriarch nun seinem hohen Rang entsprechend ausgestattet.

 

 

 

 

 

 

 


 

Kaiser Maximilian I.